 | Albtraum Erziehungsheim Die Geschichte einer Jugend Von Dietmar Krone 2007, 146 Seiten, Engelsdorfer Verlag Deutsch ISBN: 978-3-86703-323-7 Dietmar war ein ungewolltes Kind. Als der Junge knapp ein Jahr alt ist, gibt ihn die Mutter zur Oma, doch die stirbt früh. Als Dietmar wieder in der Obhut seiner Mutter ist, misshandelt diese das Kind schwer. Sie verbannt den Jugen für Jahre auf den mit Sperrmüll verstellten, dunklen Dachboden. Halb verhungert wird Dietmar in einem Kinderheim wieder aufgebaut. Als er erneut in die Obhut der Mutter gelangt, setzt diese ihre brutalen Misshandlungen fort. Eine wahre Geschichte. Sie zeigt, wie wehrlos ein Kind ist. |
 | Der Albtraum meiner Kindheit und Jugend Zwangseinweisung in deutsche Erziehungsheime Von Regina Page 2006, Engelsdorfer Verlag Deutsch ISBN: 3-86703-061-8 Regina ist ein Flüchtlingskind. Mit Schwester und Mutter gelangt sie zu Ende des Krieges nach Deutschland. Im Osten Berlins wird die Mutter denunziert und weggesperrt, so dass Regina zum ersten Mal ein Waisenhaus kennenlernt. Später gelingt der kleinen Familie die Flucht in den Westen. Nach dem Durchlaufen verschiedener Lager wird Regina frühzeitig schwanger. Die Familie steht unter Beobachtung, ohne sichtbare Gründe, ohne Verhandlung werden Regina und ihre Schwester in das kirchliche Vincenzheim für schwererziehbare Mädchen eingesperrt. Was bleibt, ist ein Albtraum der Traktierung, Zwangsarbeiten und Qualen durch die Nonnen. Und die Frage nach dem WARUM? |
 | Gestohlene Kindheit Ein Heimkind packt aus Von Alexander Markus Homes 1996, 244 Seiten, Patmos Broschiert Deutsch ISBN: 3491723558 Junge Menschen im Heim: Aus der "Innensicht" beschreibt der Autor die Gewalt, der Kinder ausgesetzt sind. Sein Buch stellt nicht die Heimerziehung generell in Frage, aber es klärt über mögliche Misssstände auf. |
 | Gestohlene Kindheit Wie Fürsorgeheime Kinder zerstört haben Von Barbara Dickmann 2009, 160 Seiten, Moderne Verlagsges Kartoniert, Broschiert Deutsch ISBN: 3636064029 Im Namen des Staates und der Kirche kamen noch bis Ende der siebziger Jahre in Deutschland jährlich rund 150000 Kinder und Jugendliche in Fürsorgeheime, waren dort weggesperrt auf ungewisse Zeit, oft wegen Nichtigkeiten. Manche 10 Jahre und länger. Was ihnen von staatlichen Erziehern, Mönchen oder Ordensschwestern angetan wurde, ist bis heute ein Trauma. In Sträflingskleidern mussten sie oft bis zum Umfallen Zwangsarbeit leisten. Wer nicht parierte, wurde drakonisch bestraft: Prügel mit dem Stock, Isolation in Dunkelzellen, Essensentzug, stundenklanges Stehen. Es gab keinen Kontakt zur Aussenwelt, keine Liebe, keinen Trost. Sie wurden gedemütigt, misshandelt und sexuell missbraucht, von denen, die ihnen helfen sollten. Immer wieder versuchten sie zu fliehen, vergeblich. Der einzige Ausweg: Selbstmord. |
 | Heimerziehung. Lebenshilfe oder Beugehaft? Gewalt und Lust im Namen Gottes Von Alexander Markus Homes 2006, Books Demand GmbH Deutsch ISBN: 3-8334-4780-X Die in diesem Buch beschriebenen unmenschlichen Zustände legen Zeugnis dafür ab, dass die Schwarze Pädagogik immer noch Teile unseres Erziehungssystems beherrscht und nicht der Vergangenheit angehört. Sie wird oft noch unverhohlen und bewusst gegen Kinder und Jugendliche eingesetzt. Hierbei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Täter und Täterinnen aus dem konfessionellen, privaten oder staatlichen Heimbereich oder aus dem familiären Umfeld kommen: Opfer sind auch weiterhin junge Menschen, die der psychischen und physischen Gewalt, Erniedrigung, Demütigung und den hiermit verbundenen Schmerzen, Trauer, Einsamkeit und traumatischen Erlebnissen der Schwarzen Pädagogik hilflos und wehrlos ausgesetzt sind. |
 | Kinderheim statt Kinderzimmer Neun Leben danach Von Barbara Tänzler (Text), Silvia Luckner (Fotografie) 2012, 144 Seiten, Helden 14 x 21 cm, Klappenbroschur Deutsch, CHF 28.00 ISBN: 978–3-905748-12-3 Neun ehemalige Heimkinder erzählen aus ihrer Heimbiografie. Sie haben inzwischen Abstand zu ihrer Heimzeit gewonnen, haben ein eigenes Beziehungsnetz aufgebaut, und die meisten von ihnen stehen beruflich wie finanziell auf eigenen Beinen. Und sie wollen bewusst aus der Anonymität heraustreten, um ein Zeichen zu setzen gegen die Stigmatisierung von Heimkindern.
Viele ehemalige Heimkinder halten ihre Kindheits- und Familiengeschichte fest unter Verschluss – aus Angst vor Verletzungen oder negativen Konsequenzen im Arbeitsleben. Die Journalistin Barbara Tänzler ist der Frage nachgegangen, wie erwachsene Menschen rückblickend mit ihrer Kinderheimbiografie umgehen und wie ihre heutige Lebens- und Beziehungswelt aussieht. Was die Autorin von den Porträtierten über deren Biografie und die Hintergründe der einstigen Heimplatzierung erfahren hat, schildert sie bewusst im O-Ton – ohne die Erlebnisberichte zu deuten oder zu analysieren.
Auszug aus dem Buch
Auszug aus dem Buch (PDF)
Webseite von Thomas Frick, www.extremefun.ch |
 | Misshandelte Zukunft Erschütternder Erlebnisbericht eines Heimkindes Von Harry Graeber 2006, 188 Seiten, Pg Medien Deutsch ISBN: 3937624619 Der kleine Hardy wird in den 50er und 60er Jahren wie vorher seine älteren Geschwister der wegen der Kriegsverletzung des Vaters alleinerziehenden Mutter weggenommen und in Heimen in Härte, Dressur und Fremdbestimmung erzogen ohne das Erlernen eigener Verantwortlichkeit, was ein Trauma und Angst vor einem späteren selbstverantwortlichen Leben erzeugt. Rücksicht auf Familienzusammengehörigkeit wird nicht genommen, so dass Hardy seine Mutter, die ihn besucht, wie alle Erwachsenen mit \"Sie\" anredet und seinen Bruder nicht als solchen erkennt. Er flieht wie seine Brüder und wird wie diese wieder eingefangen. Wie es dazu kommt, schildert der Autor ebenso eingehend aus Erinnerungen seiner Familie und eigenen Recherchen: Flucht der Danziger Familie 1945, Leben in Lagern und Behelfswohnungen, Flüchten zwischen BRD und DDR, Verstärkung der Wurzellosigkeit durch das Vorgehen der Bürokratie. |
 | Schläge im Namen des Herrn Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der BRD Von Peter Wensierski 2006, 207 Seiten, SPIEGEL Buchverlag gebunden Deutsch ISBN: 342105892X Ihr Schicksal ist kaum bekannt: Bis in die siebziger Jahre hinein wurden mehr als eine halbe Million Kinder sowohl in kirchlichen wie staatlichen Heimen Westdeutschlands oft seelisch und körperlich schwer misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele leiden noch heute unter dem Erlebten, verschweigen diesen Teil ihres Lebens aber aus Scham - selbst gegenüber Angehörigen. Manchmal genügte den Ämtern der denunziatorische Hinweis der Nachbarn auf angeblich unsittlichen Lebenswandel, um junge Menschen für Jahre in Heimen verschwinden zu lassen. In diesen Institutionen regierten Erzieherinnen und Erzieher, die oft einem Orden angehörten und als Verfechter christlicher Werte auftraten, mit aller Härte. Die "Heimkampagne", ausgelöst von Andreas Baader und Ulrike Meinhof, und die Proteste der 68er brachten einen Wandel. Die Erlebnisberichte in diesem Buch enthüllen das vielleicht grösste Unrecht, das jungen Menschen in der Bundesrepublik angetan wurde. |
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