 | Google: Regierungen intervenieren immer mehr Bild: Keystone | |
Die Zahl Löschbegehren nahm zwischen Anfang Juli und Ende Dezember 2011 auch in westlichen Demokratien teils deutlich zu.
Wie in den Jahren zuvor richteten sich die meisten Anfragen von Regierungen gegen politische Kommentare, wie der US-Internetkonzern in seinem halbjährlichen Transparenz-Bericht schreibt.
«Meinungsfreiheit ist bedroht»
«Dies ist nicht nur alarmierend, weil die Meinungsfreiheit bedroht ist, sondern auch weil einige dieser Anfragen aus westlichen Demokratien kommen, die sonst nicht typischerweise der Zensur verdächtigt werden», sagte Google-Expertin Dorothy Chou bei der Vorstellung des Berichts.
Demnach verdoppelte sich die Zahl der Anfragen aus den USA zur Löschung von politisch anstössigem Material bei Google und seinem Videoportal Youtube.
China blockiert missliebige Einträge selbst
Der Bericht schliesst jedoch nicht Länder wie China ein, die eigenhändig missliebige Einträge im Internet blockieren.
Ein Grossteil der Anfragen richtete sich dem Bericht zufolge gegen Kommentare, Karikaturen und Videos, die als Verleumdung, Beleidigung oder Herabwürdigung von Monarchen, Politikern und Institutionen wie der Armee betrachtet wurden. (sda) |