Jetzt können auch Schwangere in der Schweiz mit einem einfachen Test feststellen, ob ihr Kind am Down-Syndrom leidet. Behindertenverbände befürchten eine Abtreibungswelle.
Behindertenverbände befürchten, dass der Druck auf Schwangere wegen des einfachen Verfahrens zunimmt.
Der umstrittene Bluttest zur Erkennung des Down-Syndroms bei Ungeborenen ist seit Montag in der Schweiz auf dem Markt. Dies teilte der Hersteller LifeCodexx mit.
Der «PraenaTest» sei «ausschliesslich schwangeren Frauen zugänglich, die sich in der 12. Schwangerschaftswoche oder darüber befinden und die ein erhöhtes Risiko für Trisomie 21 beim ungeborenen Kind tragen», heisst es weiter. Der Chromosomen-Fehler Trisomie 21 führt zu geistigen Behinderungen und körperlichen Auffälligkeiten.
Keine Zulassung als Heilmitteil notwendig
Anders als bei der herkömmlichen Fruchtwasser-Punktion analysiert der «PraenaTest» die DNA des Fötus, die sich im Blut der Mutter befindet. Eine Zulassung als Heilmittel ist gemäss dem Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic nicht notwendig, da es sich beim Test nicht um ein Medikament handelt.
Behindertenverbände stehen dem Test kritisch gegenüber. Sie befürchten, dass der Druck auf Schwangere wegen des einfachen Verfahrens zunimmt. Auch Medizinethiker zeigen sich besorgt. Wer darf zu welchem Zeitpunkt welche genetischen Informationen erhalten, fragen sie sich beispielsweise.
Verwerflich, wie die Eugenik heute erneut Eingang in die breite Gesellschaft findet. Bald gibt es nur noch Kinder mit blauen Augen und blonden Haaren. Und zum allem Überdruss bestimmen die "Gesunden" in Zukunft, welches Leben noch lebenswert ist. Als hätten Handicapierte keine Freude am Leben. Eine solche Gesellschaft ist einfach nur krank!