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08. August 2012

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Schweizer Fernsehen
Von Georg Humbel
Behörden müssen immer öfter Kinder schützen
So viele Eltern wie noch nie sind mit der Erziehung ihrer Kinder völlig überfordert. Oder gefährden ihre Kinder sogar an Leib und Leben. Die Behörden mussten letztes Jahr in 16'200 Fällen Kindesschutzmassnahmen ergreifen. Das zeigt die neuste schweizweite Statistik, die der Sendung «10vor10» vorliegt.
Die gestiegene Scheidungsrate ist mit ein Grund, weshalb die Behörden immer mehr Kinder schützen müssen.
Bild: colourbox / symbolbild

Die Behörden mussten 2011 in einer rekordhohen Anzahl Fällen eingreifen und Schutzmassnahmen verfügen. Das zeigt die neuste Statistik der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz (KOKES). Die Zahl der Kindesschutzmassnahmen hat in den letzten 10 Jahren um mehr als die Hälfte zugenommen.

Anstieg um mehr als die Hälfte

2001 mussten die Behörden schweizweit noch 10'300 Mal eingreifen. 2011 stieg die Zahl auf über 16'000 Kindes-schutzmassnahmen.

Besonders stark nahmen die sogenannten Erziehungsbeistandschaften zu. Dabei wird der Familie ein Sozialarbeiter zugeteilt, der die überforderten Eltern unterstützt und das Kind schützt. Letztes Jahr wurden 6300 solche Beistandschaften neu errichtet. Auch das ist ein neuer Höchststand.

Die Behörden schauen genauer hin

«Wir gehen davon aus, dass die gestiegene Scheidungsrate ein Grund dafür ist», sagt Ester Meier der Sendung «10vor10». Bei Kampfscheidungen drohten Kinder, zwischen Stuhl- und Bank zu fallen, so die Leiterin des Amtes für Kindesschutz der Stadt Bern. Häufig kämen weitere Faktoren wie zum Beispiel eine Suchtproblematik oder häusliche Gewalt dazu.

Meier betont aber auch, die Behörden würden genauer hinschauen. Das sagt auch der Kindesschutzexperte Christoph Häfeli: «Man schaut genauer hin. Die Bereitschaft, eine Gefährdungsmeldung zu machen, hat bei Fachleuten aber auch in der breiten Bevölkerung klar zugenommen.»

 1 Kommentar
Michael Handel
08. August 2012
Islikon
20:29

Der Fremdplatzierungswahnsinn geht weiter. Laut dem Bericht nahmen Erziehungsbeistandschaften besonders stark zu. Das ist vor allem gut für die Fremdplatzierungsindustrie: Das Geschäft mit Scheidungs-Kindern boomt! Sozialarbeiter verfolgen selten die Interessen der Kinder, dafür vor allem ihre eigenen.

Stichworte
Beistandschaft  Kindesschutz  Vormundschaft 
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