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08. März 2011

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Tages Anzeiger
Von Claudia Blumer
Parlamentarier machen Druck im Sorgerechts-Streit
Im Parlament formiert sich eine Männer-Koalition, die das gemeinsame elterliche Sorgerecht schneller umsetzen will. Eine parlamentarische Initiative wird heute eingereicht.
Väter bestürmen Justizministerin Simonetta Sommaruga: Mahnwache vor dem Bundeshaus, Mitte Februar 2011.
Bild: Keystone

Seit Justizministerin Simonetta Sommaruga Mitte Januar die Bombe platzen liess und eine Aufschiebung der Sorgerechts-Vorlage ankündigte, protestieren Väterorganisationen mit Mahnwachen auf dem Bundesplatz und einer Pflasterstein-Aktion.

Seit 2001 können sich Scheidungseltern das Sorgerecht teilen, neu sollen beide automatisch sorgeberechtigt sein. Sommaruga legte jedoch die Vorlage auf Eis, weil sie gleichzeitig die Unterhaltsbestimmungen neu regeln will.

Zwei Initiativen geplant

Jetzt formiert sich auch im Parlament eine Offensive gegen die Politik des Justizdepartements (EJPD). Zahlreiche Nationalräte aus allen Fraktionen haben heute die parlamentarische Initiative von Nationalrat Reto Wehrli (CVP/SZ) mitunterzeichnet, die er bald einreichen will. Mit der Initiative würde das Parlament die Gesetzesrevision quasi übernehmen und die Umsetzung vorantreiben. Wehrli hatte 2005 mit einem Postulat das gemeinsame elterliche Sorgerecht erstmals angeregt.

Zur parteiübergreifenden Koalition aus Parlamentariern gehört auch Alec von Graffenried (Grüne/BE). In der gestrigen Fragestunde hat er sich nach den Gründen für die Verzögerung erkundigt. Das EJPD, so die Antwort, nehme diese Verzögerung zugunsten einer Lösung in Kauf, die das Wohl des Kindes in Bezug auf Sorge und Unterhalt ins Zentrum stelle.

«Vaterlose Gesellschaft»

Von Graffenried leuchtet dies nicht ein. Auch die Unterhaltsfrage müsse geregelt werden, doch «ich verstehe nicht, was es zu gewinnen gibt, wenn man die erste Vorlage verzögert». Um das Tempo zu beschleunigen, hat er in der Rechtskommission eine Kommissionsinitiative angeregt mit dem gleichen Inhalt wie jener der parlamentarischen Initiative. In der Sitzung von Ende März wird die Initiative voraussichtlich traktandiert.

Auch Filippo Leutenegger (FDP/ZH) unterstützt Wehrlis Vorstoss: «Die Vorlage muss so rasch als möglich umgesetzt werden und dies, ohne den Karren zu überladen. Es wird hier ein Machtkampf betrieben», sagt er. Immer wieder werde die «vaterlose Gesellschaft» beklagt, und die habe viel mit dem geltenden Recht zu tun. «Wenn sich die Eltern heute nicht auf das gemeinsame Sorgerecht einigen, erfährt der Vater nicht, was bei seinen Kindern läuft.»

 3 Kommentare
P. Peter
24. März 2011
Zürich
13:26
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Auch wenn das gemeinsame Sorgerecht eine tolle Sache wäre, ist sie ihn Tat und Wahrheit dennoch ein Lippenbekenntnis.
Denn trotz diesem kann eine Mutter dem Vater die Kinder vorenhtalten und Besuche der Kinder unterbinden.
Origialton einer Juristin: "Kein Gericht in der Schweiz würde ein Besuchsrecht erzwingen, selbst wenn es bestimmt ist."
Und wenn die das Wort Unterhaltsregelung höre, dann dreht sich mir sowieso der Magen um. Nicht genug, dass man als Exmann Jahrelang Unterhalt (ich meine nicht Kinderunterhalt) zahlen darf, auch wenn die Frau bereits ebensolange in einem nicht ordnugnsgmäss gemeldeten Kokubinat lebt, in meinem Fall zahle ich sogar für die Stieftochter Alimente, obwohl diese von ihrem leiblichen Vater ebensolche erhält.
Verbesserung ist nötig, aber ich traue den Behörden einfach nicht mehr und Juristen sowieso nicht.

E. vogt
15. März 2011
endingen
19:02
Email     Webseite

Der Weihnachtsmann glaubt daran, dass Fr Sommaruga sich hier bewegen wird, da diese sich nun auf die nächsten BR Wahlen vorbereiten muss. Ende Jahr hat diese auch dieses Amt nicht mehr! Ein quasi verbrecherisches Trauerspiel was die SP hier abhält.


"Bern, 14.03.2011 - Der Runde Tisch zur gemeinsamen elterlichen Verantwortung, den Bundesrätin Simonetta Sommaruga Mitte Februar angekündigt hat, findet am 15. April 2011 in Bern statt. Die Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) hat Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Mütter-, Väter-, Familien- und Kinderschutz-Organisationen zu einem Gedankenaustausch eingeladen."

E. Vogt
12. März 2011
Endingen
15:43
Email     Webseite

Frau BR Sommaruga ist leider keine vertrauenswürdige Person. Es darf vermutet werden, dass die oberlinke J.Fehr (eine Verliererin) die Bundesrätin dazu quasi gezwungen hat, den Sorgerechtissue absichtlich zu torpedieren. Die Linken sind bekannt für Erpressungen d.h. wir sagen JA aber mit noch zusätzlichen Verpflichtungen. In diesem Fall man mache die Männer noch zum Sozialfall. Nicht alle von der SP machen zwar dieses Dreckspiel dieser Schergen des Bösen mit. Die SP= Schmarotzer Partei ist unwählbar für jeden anständigen Elternteil.

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