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09. Juni 2010

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St.Galler Tagblatt
18 Fälle von Missbrauch gemeldet
CHUR. Heute hat die Stiftung «Gott hilft» bekannt gegeben, wie viele angebliche Missbrauchsopfer sich gemeldet haben. Nachdem mehrere Fälle von Missbrauch aufgedeckt worden waren, war eine Hotline eingerichtet worden.
Das Schulheim Wiesen in Herisau
Bild: Urs Bucher

Im März 2010 kündigte die Stiftung «Gott hilft» eine Hotline für Missbrauchsopfer an. Zuvor waren mehrere Fälle von Übergriffen im Schulhaus Wiesen in Herisau bekannt geworden.

Heute präsentierte die Stiftung die Auswertung in Chur. Sieben Personen hätten sich über die Hotline gemeldet, elf haben sich direkt an die Stiftung gewendet.

Die Vorwürfe: Schläge von den Pädagogen, sexuelle Übergriffe unter den Kindern, verletzte Würde und schlechte Behandlung. Die Fälle beziehen sich auf den Zeitraum von 1930 bis 1980. Strafrechtliche Konsequenzen dürften sich keine ergeben: Sexualdelikte, die weiter zurück liegen als 1980, sind in der Zwischenzeit verjährt.

Bereits früher beschlossen wurde, dass das Schulheim Wiesen im Sommer 2011 umgenutzt werden solle. In welcher Form ist laut der Stiftung jedoch noch unklar.

Die Affäre ins Rollen brachte die Ein-Mann-Organisation «Kinder ohne Rechte» von Michael Handel. Anfangs März erhob er Vorwürfe gegen das Herisauer Schulheim Wiesen und die Stiftung «Gott hilft». Er schrieb, dass dies keine Einzelfälle und die Missstände systembedingt seien.

«Gott hilft» will auf rechtliche Schritte gegen Handel verzichten, wie sie heute an der Pressekonferenz sagte - auch wenn verletzende Aussagen gemacht worden seien. (rr)

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Gott hilft  Herisau  Kinderheim  Missbrauch 
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