Gegen den katholischen Pfarrer von Aadorf läuft eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf sexuelle Handlungen mit einem Kind. Er ist heute verhaftet worden.
Schwierige Zeiten: Die katholische Kirche der Gemeinde Aadorf.
Der katholische Pfarrer der thurgauischen Gemeinde Aadorf ist unter Missbrauchsverdacht verhaftet worden. Bischof Kurt Koch hat den 40-jährigen Schweizer deswegen von allen Verpflichtungen und Verantwortungen dispensiert.
Ermittlungen der Polizei hätten Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten des 40-jährigen Schweizers bei Minderjährigen ergeben, teilt die Thurgauer Kantonspolizei mit. Es geht dabei um den Verdacht auf Handlungen gegen die sexuelle Integrität von Kindern. Das Kantonale Untersuchungsrichteramt Thurgau hat den Pfarrer deshalb polizeilich vorführen lassen und bei der Anklagekammer Untersuchungshaft beantragt.
Hinweise verdichtet
Unterdessen hätten die polizeilichen Ermittlungen die Hinweise verdichtet. Sie liessen zumindest den Verdacht auf ein Verhalten im Grenzbereich von möglichen strafbaren Handlungen des Mannes zu, heisst es. Diese Verdachtsmomente werden nun im Rahmen einer Strafuntersuchung des kantonalen Untersuchungsrichteramtes abgeklärt.
Bischof Kurt Koch hat den katholischen Pfarrer auf Grund des Verfahrens von allen Verpflichtungen und Verantwortungen dispensiert. Das Bistum verdankte in einer Mitteilung das transparente Kommunikationsvorgehen der Thurgauer Strafverfolgungsbehörden.
Keine weiteren Informationen
Die Informationspolitik zum laufenden Verfahren werde sich an den Fakten und dem jeweils offiziellen Informationsstand der untersuchenden Behörden orientieren. Bis zum Verfahrensabschluss würden durch das Bistum keine weiteren Informationen zum Fall veröffentlicht, um keine unnötigen Spekulationen oder Vorverurteilungen zu unterstützen.
Das Bistum weist weiter darauf hin, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Im Übrigen sei den Verantwortlichen des Bistums Basel die weitere Aufklärung von sexuellen Übergriffen durch Seelsorgende ein grosses Anliegen. Sie seien Opfern dankbar, die sich bei den Ansprechpersonen oder den Zuständigen des bischöflichen Personalamtes meldeten.